Jaja, die letzten 2 Wochen.. Ein Feiertag jagte den nächsten. Wo fange ich an? Am besten chronologisch:
24. Dezember. Die Ferien sind angebrochen und schon ist der erste Feiertag da. Eigentlich super, ich mag Weihnachten. Glücklicherweise feiern wir nur im kleinen Kreis, weil bei uns im Haus niemand auf stressige Familienfeste mit aufgesetzter guter Laune steht.
Nun begab es sich aber auch, dass ich die erste Hälfte des Tages bei meiner Süßen verbrachte. Wir machten daher schon früher Bescherung und schon auf den ersten Blick kam bei mir irgendwie ein mulmiges Gefühl hoch, als ich ihr Geschenk für mich erblickte. Eine Riesentüte mit vielen Päckchen drin. Was hatte ich: ein Paket ohne Tüte drumrum oder so. Mein Geschenk war dafür persönlich. Fand ich. Trotzdem fühlte ich mich schlecht, als ich meine drei Geschenke (plus Kleinigkeiten versteht sich) auspackte und sie nach weniger als einer Minute fertig war. (Wehe nun macht irgendjemand sexuelle Anspielungen!)
Wie deprimierend! Ich hab nie viel Geld, das weiß ich. Vielleicht schmerzte es deswegen so sehr, ich weiß auch nicht. Keine Ahnung, wie sie in den gesetzten Preisrahmen so viel hineinbekam. Sie tat es auf jeden Fall, und ich fühlte mich schon mies bevor der Tag rum war.
Der Rest dieses Tages verlief allerdings relativ positiv. Unspektakulär, aber - oder gerade deshalb - entspannt.
Die nächsten Feiertage verbrachte ich mit schlemmen und DVD gucken. Angenehm soweit.
Nächster Feiertag: Sylvester. Hatte geplant was mit meiner Süßen zu unternehmen. Sie wollte auf ne Party von ihrer Freundin, ich hatte nichts besseres vor und kam mit. Party? Sind zehn Leute neuerdings 'ne Party? Ich denke nein. Zum Glück hatte ich meinen Kumpel Martini mitgebracht. Wir verstanden uns gut und wurden uns schnell einig, dass ich mich bis zum Ende des Abends um ihn kümmern müsste. Gesagt getan, und so war ich der einzige Trinker auf ner "Party" voller Sechzehnjährigen, die mich schon beim ersten Schluck fragten "Was, du trinkst das pur?" und sich den Abend mit Korn-Mixies und irgendwelchen Tussi-Getränken vergnügten.
So hatte ich mir den Abend irgendwie nicht vorgestellt, das ist so gar nicht mein Ding. Bin ansonsten auch echt kein Trinker, aber ich konnte nicht anders. Sonst hätte ich's da einfach nicht ausgehalten, und so war mir zum Glück auch bald alles egal.
Der nächste Tag begann mit Nachdurst, Kater und ner gefühlte halben Flasche Martini in Restalkohol. Sagen wir's so: Fahrtüchtig war ich nicht mehr.
Und irgendwie war meine Freundin super drauf. Obwohl ich mich total hab vollaufen lassen. Irgendwas lief da falsch, ich wusste nur noch nicht genau was. Bis sie mir mit den Worten "Das hast du gestern Abend wirklich schön gesagt" einen guten Morgen wünschte. Bitte WAS!? Ich muss im Suff irgendwas charmantes gesagt haben. Super, das sollte ich wohl öfter machen!
Natürlich konnte ich ihr von dieser Erkenntnis kaum berichten, aber innerlich beschloss ich das.
So muss ein Neujahr sein. Glücklich, auch wenn man nicht genau weiß warum. Wobei ich mich auch irgendwie komisch fühlte. Meinte ich ehrlich, was ich gesagt hatte? Wen sollte ich fragen? Mein Gedächtnis war wohl unwiderruflich ausgelöscht, und ich hoffe einfach weiterhin, dass sie mich niemals irgendetwas darüber fragt.
Das wäre fatal - nein, ehrlich - nicht auszudenken, was passiert, wenn sie herausbekommt, dass meine Liebesbekundungen auf geistiger Unzurechnungsfähigkeit basierten!
Und da ist sie ja schon wieder, die Frage der Fragen: Warum eigentlich immer ich?
Freitag, 4. Januar 2008
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